HAUFFE OS Hauptmodell 01

Decision Friction Map

Die Decision Friction Map macht sichtbar, warum verschiedene Bereiche denselben Kunden, dieselbe Chance oder dieselbe Priorität unterschiedlich bewerten. Sie zeigt, wo Entscheidungsreibung entsteht, bevor sie zu falschen Kunden, unklaren Prioritäten oder operativer Überlastung wird.

Was dieses Framework klärt

Die Decision Friction Map klärt, warum Entscheidungen im Unternehmen oft unterschiedlich bewertet werden, obwohl alle Beteiligten scheinbar über dieselbe Sache sprechen.

Sales sieht Umsatzpotenzial. Marketing sieht Nachfrage. Delivery sieht Aufwand. Finance sieht Marge. Leadership sieht strategische Passung. Keine dieser Perspektiven ist automatisch falsch. Aber ohne gemeinsame Bewertungslogik entstehen Reibung, Missverständnisse und Entscheidungen, deren Folgen später andere Bereiche tragen.

Das Framework macht diese Perspektiven sichtbar und vergleichbar. Es zeigt nicht, wer recht hat. Es zeigt, welche Bewertungslogik fehlt.

Warum es wichtig ist

Viele interne Konflikte entstehen nicht durch schlechte Absichten, sondern durch unsichtbare Bewertungssysteme.

Ein Kunde kann für Sales attraktiv sein, für Delivery aber belastend. Eine Kampagne kann für Marketing erfolgreich wirken, aber Leads erzeugen, die Sales nicht sinnvoll abschließen kann. Eine kurzfristig gute Umsatzentscheidung kann später Marge, Fokus oder Kapazität beschädigen.

Wenn diese Reibung erst nach der Entscheidung sichtbar wird, ist sie teuer. Die Decision Friction Map verschiebt diese Klärung nach vorne.

Wann HAUFFE dieses Framework nutzt

HAUFFE nutzt die Decision Friction Map, wenn Unternehmen merken, dass Entscheidungen immer wieder an denselben Stellen haken: bei Kunden, Prioritäten, Übergaben, Verantwortlich­keiten oder Wachstumsvorhaben.

Das Framework eignet sich besonders am Anfang eines HAUFFE OS Workshops, weil es schnell sichtbar macht, wo die eigentliche Unklarheit liegt.

Es kann auch innerhalb eines Go-to-Market Strategy Sprints oder Implementation Sprints eingesetzt werden, wenn vor der Umsetzung geklärt werden muss, welche Bereiche eine Entscheidung unterschiedlich bewerten.

Welche Fragen beantwortet werden

  • Warum bewertet Sales diesen Kunden anders als Delivery?
  • Welche Kriterien nutzt Finance, die im Vertrieb zu spät sichtbar werden?
  • Wo entsteht interne Reibung, bevor ein Kunde überhaupt gewonnen ist?
  • Welche Kunden wirken attraktiv, erzeugen aber später systemische Kosten?
  • Welche Abteilung trägt die Konsequenzen einer Entscheidung, die sie nicht getroffen hat?
  • Wo wird Nachfrage erzeugt, die nicht zur Umsetzungskapazität passt?
  • Welche Bewertungslogik muss sichtbar werden, bevor entschieden wird?

Was am Ende klarer ist

Am Ende ist klarer:

  • welche Perspektiven aktuell auseinanderlaufen
  • welche Kriterien nicht gemeinsam bewertet werden
  • wo Entscheidungen Reibung erzeugen
  • welche Kunden oder Chancen besonders konfliktanfällig sind
  • welche Entscheidung zuerst geklärt werden muss
  • welche Grundlage für eine gemeinsame Kunden­segmentierung fehlt

Verbindung im HAUFFE OS

Im HAUFFE OS ist die Decision Friction Map häufig der Einstiegspunkt.

Sie zeigt, wo Entscheidungsreibung entsteht. Die Customer Value Matrix nutzt diese Erkenntnisse, um Kunden und Chancen bewertbar zu machen. Der HAUFFE Operating Loop sorgt anschließend dafür, dass die neue Entscheidungs­logik nicht einmalig bleibt, sondern in Meetings, Prioritäten und Umsetzung wiederholt wird.

Passender nächster Schritt

Wenn Sie verstehen möchten, warum bestimmte Kunden, Chancen oder Prioritäten intern immer wieder unterschiedlich bewertet werden, kann HAUFFE die Decision Friction Map in einem strukturierten Gespräch anwenden.

Decision Friction sichtbar machen